Franz Schubert: Die schöne Müllerin

Ein Zyklus von 20 Liedern mit einem Prolog und einem Epilog nach Wilhelm Müllers
"77 Gedichten aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten"

In der Gitarrenbearbeitung von Klaus Jäckle

Ralph Heiligtag (Biografie) - Bariton
Klaus Jäckle (Biografie) - Laute

Termine
13. Juni 2010, 19.30 Uhr, Erfurt, Kreuzgang am Hohen Dom
(Zugang über Totentreppe Ecke Domplatz, Domtreppe)

21.6.2008 Unterleinleiter, Schloßpark, 17 Uhr
25.4.2008 Schwarzenbruck: es singt Christian Hilz, Bariton
14.10.2007 Baden-Baden, Spitalkirche
13.10.2007 Karlsruhe-Neureut, St. Judas Thaddäus Kirche
1.7.2007 Nürnberg-Fischbach, Pellerschloß

Hörbeispiele in mp 3

Lied II Wohin? mp3
Lied VIII Morgengruss mp3
Lied XI Mein! mp3
Lied XVII Die böse Farbe mp3
Lied XX Des Baches Wiegenlied mp3

Hinweise für Veranstalter

Presse

"...Die beiden Musiker begeisterten ihr Publikum mit einer intelligenten, einfühlsamen Interpretation, in der die Gefühle nicht ausuferten, die musikalische Deutung im Mittelpunkt stand...(Badisches Tagblatt 17.10.2007) Lesen Sie den kompletten Artikel

"...Stimmung wechselte perfekt...Ein vielgehörtes Werk erklang durch die ungewohnte Instrumentierung in einer neuen, außergewöhnlichen Klangfarbe...(Badische Neueste Nachrichten 16.10.2007) Lesen Sie den kompletten Artikel

"...Ein erfrischend natürlicher Bariton Ralph Heiligtag und ein unprätentiöser Lautist Klaus Jäckle aus Nürnberg lassen ganz vergessen, das Romantik und Klavier für die 20 Lieder nach Texten von Wilhelm Müller vorgesehen waren. Eine glänzende Idee den Liederzyklus je nach Inhalt an verschiedenen Orten des Schlossparks aufzuführen...(Nordbayerische Nachrichten 24.06.08) Lesen Sie den kompletten Artikel

Klaus Jäckle und Ralph Heiligtag

Unser Projekt

 

Die Gitarre ist das Instrument des Biedermeier, passt sie doch so gut zum Musizieren im privaten Rahmen. Auch Schubert selbst soll Gitarre gespielt haben, besaß eine Gitarre. Gerade sein Zyklus "Die schöne Müllerin" dreht sich immer wieder um das Motiv der Laute.

Der bekannte Nürnberger Gitarrist Klaus Jäckle stellte sich in der Vorbereitung einer Schubertiade die Frage, warum diese zu Schuberts Zeiten so übliche Aufführungspraxis heutzutage fast vergessen ist. So machte er sich an die anspruchsvolle Arbeit, den Zyklus statt mit dem Klavier auf der Gitarre zu begleiten, genauer gesagt auf einer Laute, ja sogar eine Fassung für die im Lied so beliebte Baritonstimme zu erstellen. In der Tat: In dieser Fassung gewinnt das Werk an Intensität, die Texte an Glaubwürdigkeit.

Der junge Müllersbursch kommt auf seiner Wanderung zu einer Mühle, wo er nicht nur Arbeit findet, sondern sich auch gleich Hals über Kopf in die Müllerstochter verliebt. Zwanzig Lieder lang begleiten wir ihn durch alle Höhen und Tiefen der Liebe: Von der energiegeladenen Euphorie des ersten erwiderten Blickes, über den Zweifel der Gegenliebe hin zur Gewissheit: "Sie ist mein!" Doch dann die unerwartete Entdeckung des Jäger-Rivalen, bis hin zum Sprung ins kühle Nass.

Trotz aller Dramatik: Immer plätschert dazu das Bächlein und die Vöglein singen in einem fort: Mühlenidylle.

In dieser Aufführung wird der Zyklus Schuberts von den unvertonten Texten des Prologs und Epilogs umrahmt. So gewinnt der Liederzyklus noch mehr Kontur, die Zuhörer werden humorvoll in die Geschichte ein- und wieder ausgeführt. Ein Abend intimen Kammermusizieren, der lange in Erinnerung bleiben wird.


Biografien

Klaus Jäckle

Klaus Jäckle studierte am Mozarteum Salzburg bei Ekard Lind und Matthias Seidel. Von der Internationalen Stiftung Mozarteum wurde ihm die Lilli-Lehmann-Medaille verliehen. 1988-1992 setzte er sein Studium als Meisterschüler bei Pepe Romero fort. Außerdem besuchte er Meisterkurse bei Julian Bream, Eliot Fisk und Wolfgang Lendle. Über die Grenzen seines Instruments hinaus hatte er Unterricht bei Nikolaus Harnoncourt und Clemens Hagen (Hagen Quartett).

"Poesie und Leidenschaft zugleich", "ein Stilist von besonderer Güte", so lautet der Tenor der Presse über Klaus Jäckle.

Als gefragter Solist und Kammermusiker tritt er auf renommierten Festivals und in großen Musikzentren auf, darunter Schleswig-Holstein Musik Festival, Salzburger Schloßkonzerte, Konzerthaus Berlin, Gewandhaus Leipzig, Gasteig München, Meistersingerhalle Nürnberg, Mozarteum Salzburg, Wien, Paris, Prag, Florenz, Sacramento, Los Angeles. Über zehn Jahre konzertierte er mit Elisabeth Rießbeck im Duo Flöte/Gitarre, ferner ist er Mitglied im Spanish Art Guitar Quartet und trat mit Künstlern wie Irena Grafenauer, Tabea Zimmermann, dem Ensemble "Los Romeros", der Camerata Salzburg u.a. auf.

17 CD-Aufnahmen liegen inzwischen vor, sowie zahlreiche Notenveröffentlichungen von Solo- und Kammermusikwerken für Gitarre. Klaus Jäckle lebt in Nürnberg. 1997 erhielt er den Wolfram-von-Eschenbach Kulturförderpreis des Bezirkes Mittelfranken. Er spielt eine Gitarre von Knut Welsch, Erlangen, und dr-junger-saiten.de.

Klaus Jäckle im Internet: http://www.classicalguitar.de

Ralph Heiligtag

Der Bariton Ralph Heiligtag studierte zunächst an der Musikhochschule Nürnberg in der Gesangsklasse von Arno Leicht und der Liedklasse von Werner Dörmann. Bis Frühjahr 2007 schloß sich ein Aufbaustudium an der Hochschule für Musik und Theater Hannover bei Prof. Dr. Peter Anton Ling (Gesang) und Prof. Jan Philip Schulze (Liedgestaltung) an. Liedkurse bei Prof. Axel Bauni (UdK Berlin) und Prof. Michael Dussek (Royal Academy of Music, London) rundeten das Studium ab. Derzeit wird er stimmlich von Anna Reynolds betreut.

Schon während des Studiums arbeitete er in Opernproduktionen des Stadttheaters Fürth (Gaetano Donizetti: "Viva La Mamma") und des Teatro Massimo Vincenzo Bellini Catania/Sizilien (Richard Strauss: "Guntram") unter Gustav Kuhn. Erst spät, während seines Jurastudiums an der Universität Bayreuth, entdeckte er seine sängerische Begabung als Gesangssolist in Produktionen des Opernstudio Oberfranken e.V. - verbunden mit Stimmbildung bei Frau Anneliese Meyer-Adam. Seine stimmliche und darstellerische Flexibilität erlaubt ihm den Einsatz in allen Sparten des Klassischen Gesangs, sei es Konzert ("Carmina Burana" im Amphitheater von Philippi / Griechenland), Oratorium ("Adam" in Haydns Schöpfung in der Kathedrale Nizza), Oper (Tiroler Festspiele Erl, Pimpinone von G. Ph. Telemann, Graf in Mozarts "Hochzeit des Figaro") oder seinen zahlreichen geistlichen und weltlichen Liederabenden.

Ralph Heiligtag war Stipendiat nach dem Bayerischen Hochbegabtengesetz und der Richard-Wagner-Stipendienstiftung. Bis 2007 arbeitete er als Moderator beim Bayerischen Rundfunk/Studio Franken.

Ralph Heiligtag im Internet: http://www.ralphheiligtag.de


Hinweise für Veranstalter

  • die besondere, lyrische Klangfarbe der Laute lassen den publikumswirksamen und bekannten Zyklus in neuem Licht erscheinen
  • Lautenbearbeitung für mittlere Stimme / Bariton (statt Tenor) liegt näher an der Sprechlage, daher optimale Textverständlichkeit
  • gerne spielen wir an "Originalschauplätzen" wie z.B. Mühlen, Flusstäler, Salons etc.
  • in kleineren Räumen aufführbar
  • wegen der Fassung mit Laute sind wir sehr flexibel, auch als WandelkonzertProgramm in Blöcke teilbar (20 Lieder und 2 Monologe), ggf. als kulturelles Rahmenprogramm
  • ein hohes musikalisches Niveau versteht sich von selbst (siehe Referenzen)

Kontakt:

Klaus Jäckle

Gitarre & Laute
Heilbronner Platz 32
90453 Nürnberg
Tel. 0911 / 64 73 169
info@classicalguitar.de

Ralph Heiligtag

Bariton
Baumerstr. 4
99089 Erfurt
Tel. 0361 / 6 53 68 53
ralph.heiligtag@web.de

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